Medizinische Abfallverbrennungsanlage

Projekt Zusammenfassung

Eine neue Verbrennungsanlage im St. Kizito Krankenhaus Matany wurde für die ordnungsgemäße Verbrennung von gefährlichen medizinischen Abfällen dringend benötigt.

Die Verbrennungsanlage muss eine bestimmte Temperatur erreichen, um den medizinischen Abfall effektiv keimfrei machen zu können. Die installierte Verbrennungsanlage „HWI-5“ wurde von TTM für einen speziellen Zweck entwickelt, nämlich für Katastrophenhilfe und ländliche Krankenhäuser.
Um eine ordnungsgemäße Installation und Durchführung zu gewährleisten, wurde eine Schulung im Krankenhaus organisiert. Partnerinstitutionen wurden eingeladen um ihre Techniker zu schicken. Dies sollte auch weitere Installationen von Verbrennungsanlagen, mit Hilfe lokaler Techniker, in Uganda ermöglichen, sowie die Instandhaltung der Verbrennungsanlagen verbessern.

 

Schulung
Aufgrund der Art der Schulung wurde nur eine begrenzte Anzahl von Partnerinstitutionen eingeladen.
Die Schulung wurde zu folgendem Zeitplan durchgeführt:

 

27.05.
  • Ankunft und Registrierung
  • Selbststudium der Montageanleitung
  • Montage des Hauptrahmen
28.05.
  • Endmontage und Positionierung
  • Provisorische Installation des Kamins
  • Detaillierte Beschreibung von allen Teilen der Verbrennungsanlage
  • Inbetriebnahme des Dieselbrenners
29.05.
  • Selbststudium des Handbuchs
  • Selbststudium der Verbrennungsanlage hauptsächlich durch externe Teilnehmer
30.05.
  • Erklärung der Durchführung von lokalen Technikern
  • Inbetriebnahme der Verbrennungsanlage
  • Diskussion über Möglichkeiten der Abfallwirtschaft

 

Während der gesamten Schulung wurden Erfahrungen zwischen den Teilnehmern ausgetauscht. Nicht nur bezüglich der Abfallbewirtschaftung und der Verbrennungsanlage, sondern auch über generelle Instandhaltung.
Jeder Institution wurde eine Kopie der Anleitung übergeben und jeder Teilnehmer erlangte ein Zertifikat.

 

Wiederverwendung von Sonnenkollektoren

Projekt – Zusammenfassung

Der BBM führte im “Pope John Hospital Aber” (PJHA) eine technische Evaluierung durch. Die relevantesten Themen dieses Projekts waren:
  • Die schlechte elektrische Verkabelung im gesamten Krankenhaus
  • Ein gefährlicher Hauptverteiler
  • Techniker benötigen eine Schulung über elektrische Grundlagen
  • Nicht-Verwendung von bestehendem Solarequipment

Der BBM wurde auf Basis der Studie beauftragt, das Krankenhaus bei den notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen, um dadurch die Betriebskosten des Krankenhauses zu senken.
Die vorhandenen Solarmodule können mit wenig Aufwand und ohne hohe Investitionskosten installiert und verwendet werden. Jedoch hat dieses einfache System keine Absicherungsfunktion im Falle eines Stromausfalls.

Das Krankenhaus erklärte sich bereit, das Grundmaterial für die Renovierung des Haupverteilers für eine bessere Sicherheit und eine automatische Umschaltung unabhängig zu finanzieren, um die Ausfallzeit im Krankenhaus zu verkürzen.

 

Hauptergebnisse

  • Planung und Lieferung eines neuen Verteilers
  • Organisation einer geeigneten Schulung
  • Installation einer Photovoltaikanlage; Installierte Geräte:
    • Wechselrichter Sirio EVO 12.500 Watt
    • 300m Kabel
    • Schletter Druckanschluss für Paneele
    • Überspannungs- und Erdungsschutz

 

Nach dem Systembetrieb von etwa 1 ½ Monaten, wurde in etwa 1000 kWh Energie produziert. Dies bedeutet, dass pro Monat ca. 600kWh produziert werden. Bei angenommenen Energiekosten von rund 700UGX pro kWh ergibt sich eine Einsparung von 420.000 UGX oder rund 100 € pro Monat.

 

Schulung

Um eine größtmögliche Wirkung zu erzeugen, wurde bei der Schulung auch eine begrenzte Anzahl von Partnerinstitutionen eingeladen.

Die Themen der Schulung waren:
  • Zusammenfassung vergangener Trainings
  • Grundlagen der Elektrotechnik
  • Stromversorgung eines Krankenhauses
  • Back-up-Systeme
  • Überwachung und Instandhaltung

Die Schulung diente zur Ermutigung der Teilnehmer, die Themen in kleinen Gruppen zu diskutieren. Die Teilnehmer waren fähig, Wissen und Probleme in der Gruppe zu teilen. Somit konnten sie gemeinsam Lösungen entwickeln.

 

Das Projekt zeigt eindringlich, wie auch mit kleinem Mitteleinsatz ein Maximum an Hilfe erreicht werden kann.

 

Energiemanagement

UGANDA

BEWUSSTSEINSBILDUNG DURCH ENERGIEMONITORING

Zwei Freiwillige (Studenten) haben unter Aufsicht des BBM digitale Stromzähler in acht katholischen Spitälern in Uganda eingebaut. Deren Auswertung hilft den Krankenhäusern Strom zu sparen und zeigt die Sinnhaftigkeit (Rentabilität) von bestehenden wie geplanten Solarstromanlagen.

In die verbauten Stromzähler integrierten die BBM-Techniker einen Datenspeicher, der den Stromverbrauch aufzeichnet. Finanzier der digitalen Stromzähler ist die DKA (Dreikönigsaktion). Ziel des Projektes war es den Technikern der Spitäler eine Möglichkeit zu bieten ihre elektrischen Systeme zu überwachen und bei Bedarf etwaige Probleme frühzeitig erkennen und korrigieren zu können. In einigen Spitälern benutzte man bereits zu einem früheren Zeitpunkt ein solches Energie-Monitoringsystem. Dadurch wurde ein Vergleich mit den Daten aus den vergangenen Jahren ermöglicht.
Zusätzlich fanden Befragungen des Personals vor Ort statt. Ziel war es, dadurch den zukünftigen Energieverbrauch zu eruieren. Aus den gewonnenen Informationen über den aktuellen Energiebedarf und der geplanten zukünftigen Entwicklung, errechnete der BBM ein Lastprofil. Basis dazu bildeten die strategischen Entwicklungspläne der nächsten fünf Jahre. Ziel des Projektes war es zum einen, mehr Bewusstsein für den tatsächlichen Stromverbrauch zu schaffen und Einsparungspotentiale zu finden. Zum anderen, die Investitionskosten für eine teilweise oder vollständige Stromversorgung mittels Photovoltaik (PV) zu ermitteln. Die Ergebnisse dieser Studie übergab der BBM den Krankenhäusern und deren Dachverband, um auf gefundene Einsparungspotentiale reagieren zu können, sowie um potentielle Geldgeber von der Sinnhaftigkeit neuer Investitionen in diesem Bereich zu überzeugen.

FACTS ZUM PROJEKT:
  • Projektpartner:
    8 Spitäler in Uganda
    Bsp.: St. Joseph Hospital Kitgum
  • Spender:
    DKA (Dreikönigsaktion)
  • Implementierungsort:
    Kitgum, Uganda
  • Projektzeitrahmen:
    02/2018 – 12/2018

St. Joseph’s Hospital Kitgum, Uganda

Beispiel:
St. Joseph’s Hospital in Kitgum

Im Lastprofil des St. Joseph’s Hospital in Kitgum ist zu sehen, dass bereits etwa 25 % des gesamten Strombedarfs (orange Fläche im Diagramm) durch die 2017 installierte PV-Anlage gedeckt werden. Die übrigen ca. 75 % (graue Fläche im Diagramm) werden – abhängig von der Verfügbarkeit – vom Stromnetz oder einem Dieselgenerator bereitgestellt. Ein weiteres Ergebnis der Studie war, dass es ein relativ großes Einsparungspotential durch das Abschalten von nicht benötigten Geräten, sowie durch den Tausch von traditionellen Leuchtmitteln auf sparsame LED-Leuchten gibt. Dies gilt besonders in den Abend- und Nachtstunden, wo keine Solarenergie zur Reduktion des Strombedarfs aus Netz oder Diesel-Generator zur Verfügung steht. Es wurde zudem ermittelt, welche zusätzliche Solarleistung nötig wäre, um in Zukunft den Strombedarf des Krankenhauses tagsüber möglichst vollständig durch Solarstrom zu decken. Die Installation einer weiteren PV-Anlage mit 25 kWp wird voraussichtlich bereits 2019 bis 2020 durchgeführt werden. Der Solarstrom wird dann laut dieser Berechnung etwa 40 % des zukünftigen Strombedarfs decken können.



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