BBM vermittelt Kooperation zwischen Spedition DSV und Hilfswerk LfdW

Wir, der BBM, unterstützen im Zuge einer langjährigen Partnerschaft Licht für die Welt (LfdW) bei der Beschaffung von augenmedizinischer Ausstattung sowie bei deren Versand an die Partnerspitäler in den Ländern des Südens.
Im Zuge dieser Kooperation vermittelten wir eine Unterstützung der DSV Spedition an LfdW: Mithilfe der Weihnachtscharity-Aktion von DSV und Qatar Airways Cargo wurden sechs Tonnen an dringend benötigten Hilfsgütern via Luftfracht gratis nach Mozambique geliefert.
Weitere Informationen finden Sie unter dem folgenden Link: DSV Österreich hilft Augenkliniken in Mosambik | Licht für die Welt (licht-fuer-die-welt.at)

Ein Krankenhaus für Mütter und Kinder in Äthiopien

Die Corona-Pandemie erschwert die Arbeit des Beschaffungsbetriebes der MIVA (BBM). Afrikareisen sind derzeit kaum denkbar. Aber das Team fand Mittel und Wege, seine Projekte trotzdem voranzutreiben. Zum Beispiel in Äthiopien, wo das Krankenhaus Bushulo zu einer Mutter-Kind-Spezialklinik umgebaut wird. Ein großer Schritt zur Eindämmung der grassierenden Mütter- und Kindersterblichkeit. In Äthiopien sterben heute noch immer 353 Frauen pro 100.000 Lebendgeburten.

Zum Vergleich: In Österreich sind es vier Todesfälle auf 100.000 Geburten. Ebenso erschreckend ist die Sterblichkeitsrate von Kindern unter 5 Jahren. In Österreich sind es 3,6 von eintausend Kindern, die vor dem 5. Geburtstag sterben. Für die Betroffenen ist das tragisch genug. In Äthiopien aber starben 2018 nicht weniger als 55 von tausend Kindern. Das sind fünf Prozent. Die Situation in dem nach wie vor von Armut geplagten Land ist äußerst prekär

 

Fehlende Früherkennung

Die Gründe für diese unhaltbare Situation sind weitgehend bekannt. Viele Frauen haben keine Möglichkeit, rechtzeitig eine Klinik zu erreichen. Bis zum nächsten Gesundheitszentrum sind sie oft bis zu 45 Kilometer zu Fuß unterwegs. Zudem fehlt es vielfach an medizinischer Ausrüstung. Lebensbedrohliche Komplikationen werden daher nicht rechtzeitig erkannt – mit fatalen Folgen für Mütter und Babys.

Schwere Folgeschäden, zum Beispiel durch Sauerstoffmangel bei der Geburt, können oft nicht vermieden werden. Die Caritas Vorarlberg unterstützt mit ihrer lokalen Partnerin, der Caritas Awassa, das Bushulo-Krankenhaus mit dem BBM: Ein Krankenhaus für Mütter und Kinder. Ziel, die Überlebenschancen für Kinder und Mütter zu erhöhen und ihre Gesundheit zu verbessern. Das Krankenhaus wurde 1979 von der katholischen Diözese Awassas gegründet und wird derzeit in eine Mutter-Kind-Spezialklinik umgebaut – ein Pionierprojekt für die ganze Region. Ein breites Spektrum medizinischer Versorgung soll in dem neuen Zentrum angeboten werden:

Schwangerschaftsbetreuung inklusive HIV-Abklärung, professionelle Geburtshilfe, Betreuung der Säuglinge und Kleinkinder (Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen, Programme gegen Unterernährung), ambulante und stationäre Betreuung bei Tuberkulose und Malariaerkrankungen. Dazu kommen Schulungsangebote für Mütter, in denen lebenspraktisches Wissen vermittelt wird: über die Bedeutung sauberen Wassers, über Fragen der Hygiene und über eine ausgewogene Ernährung für Kinder.

 

Ausrüstung von hoher Qualität

Von der Caritas wurde der BBM zur technischen Unterstützung bei der Planung des Krankenhauses herangezogen. Es galt, viele Qualitätskriterien zu berücksichtigen und dabei die Kosten in einem engen Rahmen zu halten. Sinnvoller Weise war der BBM schon im Planungsstadium dabei. In der Diskussion der Verantwortlichen mit Expertinnen und Experten wurden gemeinsam bestmögliche Lösungen gefunden.

Im Anschluss daran unterstützte der BBM Ausschreibung und Auftragsvergabe und übernahm die darauffolgende Bauüberwachung. Dabei kam es zu einer Kooperation mit einem Planungsteam der Firma Rostwa aus Uganda. Dann mussten die technologischen Kernkomponenten angeliefert werden. Dafür gibt es beim BBM eine ganze Liste von Kriterien, die die Kaufentscheidungen beeinflussen.

Zum Beispiel: Sind Instandhaltung und Reparaturen lokal möglich? Kann sich der Projektpartner Betrieb und Wartung leisten? Werden Ersatzteile lang genug verfügbar sein? Halten die Bauteile den extremen lokalen Bedingungen (Regen, Feuchtigkeit, Trockenheit) und externen Einflüssen (z.B. Termiten) stand? Ist die Technologie ökologisch vertretbar? Stehen Kosten und Nutzen in einer vernünftigen Relation?

Eine zentrale Aufgabe besteht darin, für das neue Mutter-Kind-Spital eine unterbrechungsfreie Energieversorgung durch Solarstrom und leistungsstarke Lithium-Batterien zu gewährleisten. Eine eigene Stromversorgung erscheint unbedingt notwendig, weil im öffentlichen Netz Stromausfälle an der Tagesordnung sind. Der BBM lieferte zudem folgende Komponenten:

  • Klimaanlagen für die Operationsräume,
  • eine Anlage zur Herstellung medizinischer Gase,
  • eine Wäscherei,
  • die Ausrüstung für eine zentrale Desinfektionsabteilung
  • sowie diverse medizinische Geräte.

Installiert werden die Komponenten von einem lokalen Team, das bei Bedarf Hilfe von internationalen Experten und von Freiwilligen erhält. Dabei ist es besonders wichtig, Wissen und Know-how an lokale Expertinnen und Experten zu vermitteln, denn diese sollen im Lauf der Zeit die Verantwortung für den Betrieb übernehmen.

 

Betreuung aus der Ferne

In Bushulo wie auch bei anderen Projekten unternimmt der BBM alles, um hohe Qualität zu gewährleisten und dabei Kosten- und Zeitrahmen nicht zu überschreiten. Das Krankenhaus soll dem Anspruch gerecht werden, ein Pilot-Projekt zu sein und optimale Gesundheitsversorgung anzubieten. Dabei soll die technologische Komplexität jedoch managebar bleiben. Durch Covid19 müssen die BBM-Techniker das Projekt aus der Ferne betreuen, ohne selbst anwesend sein zu können – eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten. Trotz Corona ist der Rohbau des neuen Krankenhauses bereits vollendet; derzeit wird an Strom- und Wasserleitungen gearbeitet. Die Fertigstellung ist für März 2021 geplant. Die Klinik ist dann das erste und einzige Spezialzentrum für Mutter-Kind-Gesundheit in ganz Südäthiopien. Sie wird hochprofessionelle medizinische Versorgung im Bereich Geburtshilfe, Gynäkologie und Pädiatrie anbieten.

 

Solarmühle zur Ernährungssicherung

Meist werden Getreidemühlen mit Verbrennungsmotoren (vor allem Diesel) betrieben, wobei Menschen in unmittelbarer Umgebung den hohen Lärm- und Abgasemissionen ausgesetzt sind. Außerdem kann die Versorgung mit Treibstoff durch hohe Preise oder mangelnde Verfügbarkeit ein großes Problem darstellen. Das muss jedoch nicht sein! Gerade für Regionen ohne Anbindung an das Stromnetz eignen sich auch solarbetriebene Mühlen: Sie sind im Betrieb kostengünstiger und ohne CO2-Ausstoß.
Der BBM lieferte im Auftrag der Caritas der Diözese Innsbruck zwei Solarmühlen nach Bourzanga (Burkina Faso), wobei die Installation von einem lokalen Technikerteam vorgenommen wurde.

 

Technische Spezifikation:
  • Solarmühle mit 1,5 kW Elektromotor (DC und AC Betrieb möglich)
  • 2,1 kWp Solarleistung
  • Mühlsteine aus Granit (500mm Durchmesser)
  • Durchsatz ca. 25 kg/h

 

Erneuerung des St. Francis Krankenhaus, Südsudan

Vorbereitungen:

Das St. Francis Krankenhaus in Marial Lou ist das größte in dieser Region. Das Krankenhaus hat sich von einem Notfall-Krankenhaus zu einem permanenten Krankenhaus für die umgebenen Gemeinden verwandelt. Aber auch die Nummer der Patienten ist über die letzten Jahre konstant gestiegen.

Die ausgehändigten Strukturen von „Ärzte ohne Grenzen“ sind nicht- oder halb-permanente Bauten. Die Lebenserwartung von solchen Strukturen liegt normalerweise zwischen 3 und 15 Jahren. In diesem Zeitraum müssen alle Gebäude renoviert oder erneuert werden.

Der existierende Operationssaal ist ein nicht-permanentes Gebäude, in welchem Lehmziegel für die Wände, ungeeignete Böden, Decken und Dach-Bauten verwendet werden. Geöffnete Fenster sind das einzige Lüftungssystem. Mit dieser Situation ist es nicht möglich die Mindesthygienestandards zu erfüllen.

 

Vorgestellte Technologie für den neuen Operationssaal:

Der neue Operationssaal ist nach internationalen Hygienestandards und -normen geplant. Die größten technischen Aspekte sind:

 

Patienten-Handhabungs-Kreislauf:

Es gibt einen abgetrennten Patienten-Handhabungs-Kreislauf, welcher

  • die Vorbereitung des Patienten (Vor-Operation),
  • die richtige Operation in dem Operationsaal zulässt
  • sowie die Zeit in der Intensivstation (Nachoperation)
  • und zum Schluss die Verlegung auf die Krankenstation über den Ausgangsraum.

 

Angestellten-Kreislauf:

  • Separater Eingang für Angestellte
  • Duschen und Waschbecken
  • Mitarbeiterraum
  • Übergangsraum
  • und separater Eingang in den Operationssaal

 

Ausrüstungs- / Material-Kreislauf:

  • Inkl. Spülung der Instrumente
  • Übergangsraum
  • Sterilisations-Raum

 

Hohe Qualitäts-Baustandards:

Das Gebäude hat grundsätzlich zwei verschiedene Bereiche. Einer ist das Zentrum mit Klimaanlage und alle anderen Räume sind mit natürlicher Belüftung. Die Wände sind mit gebrannten Lehmziegeln (Ugandischer Lehm) von der Außenhitze isoliert. Die kalten Teile des Gebäudes bleiben durch Doppelwände kalt gehalten. Alle Böden sind mit speziellen Bodenfliesen und alle Wände mit speziellen Wandfliesen. Die Innenhöhe des Operationsaals ist die Standardhöhe 3m, damit noch Platz für spezielle Geräte und Kopflampen ist.

 

Dach – teilweise Flachdach:

Das Flachdach bedeckt die höheren Teile startend bei dem Vorbereitungsraum bis zum Ausgangsraum:
Alle Hilfsräume sind mit einem qualitativen Wellblech bedeckt. Photovoltaik-Paneele bedecken das Flachdach vollständig, damit sie genug Energie an die Kühlgeräte liefern können, und auch an das Operationsaal Batteriesystem.

 

Türen und Fenster:

  • sind von Europa
  • perfektes Verschließen
  • gute Luftdichtheit

 

Operationssaal-Belüftungssystem:

  • Europäische Lüftungssysteme für den Operationssaal.
    Der Luftdruck innerhalb der Operationssäle wird kontrolliert und Überdruck verhindert.
  • Eintritt von Staub von außen.

 

Photovoltaik System:

Der vorgeschlagene Operationssaal ist völlig selbstständig, es wird kein Generator oder ein anderer Stromgenerator, abseits von den Solar-Reihen, gebraucht. Das System besteht aus 14400 WP Solarfeldern, die 3 interaktive Netzwechselrichter versorgen. Für größere Solarsysteme, die Klimaanlagen versorgen, ist er besser den Solarstrom direkt in Belüftung (Air-Conditioning=AC) umzuwandeln. Deshalb werden diese Systeme „AC-Systeme“ genannt.AC Systeme haben eine höher Energieeffizienz im Vergleich zu anderen Systemen. Der Netzwechselrichter wandelt die Solarenergie direkt in AC um. Die übrige Energie, welche nicht von Klimaanlagen verwendet wird, wird für das Aufladen der Batterien verwendet.

 

Kühlgeräte:

Die Operationszeit in dem Operationssaal beruht auf den geplanten und den ungeplanten Operation im Krankenhaus. Theoretisch kann die elektrische Energie nur während Sonnenschein verwendet werden, meistens zwischen 8 Uhr früh und 5 Uhr Abends. Während dieser Zeit kann die elektrische Energie direkt verwendet werden (Licht, Lüftung, OP-Ausrüstung, Kühlkompressoren etc.) oder es wird in Batterien aufbewahrt. Das Kühlen beansprucht normalerweise sehr viel Strom, deshalb wird in diesem Konzept die Kühlenergie als kaltes Wasser in einem 5000 l Wassertank unter dem Boden des Operationsgebäudes aufbewahrt. Nachtoperationen können ohne den Gebrauch von elektrischem Strom für Kühlkompressoren /Belüftung gemacht werden.

 

Licht:

Flimmerfreies Licht ist für alle Räume geplant (energiesparend)

 

Elektronische Schutz-Schaltkreise:

  • Basierend auf internationalen Standards
  • Strom wird nur von Solaranlagen benutzt
  • Überschussstrom kann am Tag für Instrumentensterilisation verwendet werden

 

Wasser und Abwasser:

  • Waschbecken und Ventile sind aus Edelstahl gemacht
  • Das Wasser ist an der Wasserversorgung des Krankenhauses angeschlossen
  • Abwasser ist mit dem Abwasserkanal des Krankenhauses verbunden

 

Optimierung von Wasser- und Energieverbrauch im Lacor Spital

Oberziel: Die bestmögliche Funktionsfähigkeit aller Leistungen des Spitals in sicherem und verlässlichem Zustand zu gewährleisten, bei gleichzeitiger Kontrolle und Reduktion der Energiekosten, um somit weiterhin die Patient/innengebühren so niedrig und den ökologischen Fußabdruck des Spitals so klein wie möglich zu halten.

Unterziel: Den Impact aller Interventionen zu Wasser und Energiesicherheit, Kosten und Umwelt-schutz mithilfe eines integrierten Systems für Wasser- und Energieversorgung sowie Energie-messung zu maximieren.

Zielgruppe(n): die 240.000 jährlichen Patient/innen des Spitals und die 600 Spitalsangestellten

Aktivitäten und Inhalte:

  • Installation eines Energiekontroll- und -Monitoring Systems (PCMS – Power Control and Monitoring System)
    • mit dazugehörigem Verteiler, der die korrekte Integration von Solarenergie mit den Dieselgeneratoren ermöglicht
    • mit Wassersensoren im Hauptwassertank und automatischer Regelung der externen Wasserstation

Installation eines digitalen Zählersystems mit 70 Energiezählern zur Erfassung des konkreten Stromverbrauchs über einen zentralen Messwerterfasser mit Monitoring und Analysesoftware. Dieses soll genaue Aufzeichnungen darüber ermöglichen, wieviel Energie wirklich gebraucht wird. Aktuell gibt es einen Hauptzähler von einem ugandischen Energielieferanten, wo jedoch auch unklar ist, ob dieser ganz korrekt funktioniert und außerdem nichts darüber aussagt, wo die Energieströme hauptsächlich hingehen. Über die digitalisierte Messung sollen die Energieströme im Detail erfasst werden, um so Stromfresser zu identifizieren und wo möglich Einsparmöglichkeiten zu erarbeiten.

  • Die Installation wird durch einen BBM Techniker gemeinsam mit dem technischen Personal von Lacor durchgeführt und gleich mit einem konkreten Training über die richtige Handhabung und Wartung verbunden

 

Projektlaufzeit: Juli 2016 – September 2018

 

PV-Anlage bei den DMI Sisters in Juba, Südsudan

Nach der Unabhängigkeit vom Sudan im Jahr 2011 dauerte der Frieden nur kurze Zeit an. Denn seit Dezember 2013 tobt im Land ein Bürgerkrieg. Vereinfacht gesehen handelt es sich um einen Konflikt zwischen zwei ethnischen Stämmen. Seit 2011 leben rund 18 Schwestern der Organisation DMI in der Region Wau und in der Hauptstadt Juba. Sie tragen dazu bei, das Bewusstsein für Frieden und Versöhnung zwischen den beiden Stämmen zu verbessern.

 

PV-ANLAGE

Das netzunabhängige PV-Solarsystem wurde entwickelt, um den DMI-Schwestern eine unterbrechungsfreie Stromversorgung zu ermöglichen. Es besteht aus 48 Solarmodulen, 10 Stapeln Greenrock AIB-Solarbatterien (mit 48Vcd 2,7 kWh), einem Notstromaggregat, einem Solarladegerät, Wechselrichtern und allem erforderlichen Zubehör für Installation und Erdung.

 

BATTERIERAUM

Das alte Lebensmittelgeschäft wurde umgebaut für die Lagerung der Batterien umgebaut. Die ausgewählten AIB-Solarbatterien sind langlebig, umweltfreundlich und beständig gegen hohe Außentemperaturen.

 

TECHNIKRAUM

Der Technikraum umfasst:

  • Quattro 48/1500/200-100/100-230V Wechselrichter/Ladegerät
  • Victron Color Control Gx Gerät zur Überwachung
  • Victron Smartsolar Laderegler MPPT 250/100-MC4
  • DC-Kombinierer HISbox 2 MPPT pro String T1/2
  • AC-Verteiler

Alle Geräte wurden gemäß den Vorschriften angeschlossen, programmiert und getestet. Die Leistungsabgabe an die verschiedenen Gebäude erfolgt über Erdkabel zu den verschiedenen Gebäuden, und alle Kabel sind zur einfachen Identifizierung gekennzeichnet.

 

PUMPEINHEIT

Das Zentrum wurde mit der Grundfos-Tauchpumpe SQE 1-35 für eine konstante Wasserversorgung ausgestattet. CU 300 steuert gemeinsam mit einem Potentiometer für Grundfos CU 300-SPP1 die Pumpe, um den Durchfluss und den Wasserstand zu regulieren. Die anfänglichen PVC-Steigrohre wurden wiederverwendet und die gesamte Aktivität war erfolgreich.

 

NOTSTROMVERSORGUNG

Das Zentrum wurde mit einem GENMAC-Generator Urban RG8PS (8,0 kVA-230 VAC) als Notstromversorgung für das Solarsystem ausgestattet. Der Generator wird mit dem Signal vom programmierbaren Relais der Victron-Farbsteuerung GX in den Automatikmodus versetzt. Weiters waren in der Lieferung die wichtigsten Ersatzteile.

 

PV-Anlage an der De La Salle Jungenschule Rumbek, Südsudan

Die Schule befindet sich in Rumbek, Lakes State, im Südsudan. Es ist die jüngste Nation der Welt, die 2011 nach einem Krieg mit dem Nordsudan unabhängig wurde.

Aufgrund des anhaltenden Bürgerkriegs, der 2013 begann, wurden viele der bereits unzureichenden Bildungsinfrastrukturen zerstört. Es mangelt an Schulen, qualifizierten Lehrern und Materialien.

Im März 2018 eröffneten die Brüder La Salle außerhalb von Rumbek eine Sekundarschule.

 

PV-Anlage

BBM lieferte für die Schule eine PV-Anlage, die aus 110 Sonnenkollektoren mit 300 Wp besteht und sorgfältig auf einer speziellen Dachbaugruppe mit speziellem Schletter-Zubehör für die Dachmontage in der Sendung montiert wurde. Einer der dem Krafthaus am nächsten gelegenen Klassenblöcke wurde ausgewählt, da er stark genug war, um das Gewicht der Paneele zu tragen.

Im obigen Bild von links nach rechts gibt es:

  • Wechselstromverteilerkasten
  • drei SMA Sunny Tripower STP12000TL-20 Solarnetz Wechselrichter 12 kW
  • Hisboxen für die Überspannungsschutzboxen

Die Ausrüstung wird in einem der Büros auf einer Stahlplatte montiert, die an den Metallkonstruktionen des Fertighauses befestigt ist.

 

Batteriesystem

Dieses besteht aus 9 AXI-Lithiumbatteriesätzen mit einer Leistung von 10 kW, die parallel in einer Gleichstrom-Kombinationsbox an der Wand so nahe wie möglich an den SMA-Wechselrichtern angebracht sind.

 

Technikraum

Das Schulsystem besteht aus drei 8-kW-Wechselrichtern/Ladegeräten von Sunny Island, die ausreichend Strom für zwei Wasserpumpen und die Schulgebäude liefern, d.h. Klassenblöcke, Schlafsäle und Lehrerquartiere. Die Überwachung erfolgt durch Powerdog und unter Verwendung eines Tablets neben dem Wechselrichter/Ladegerät.

 

Wassersystem

Dieses besteht aus zwei Grundfos-Tauchwasserpumpen SQE 7-40, die in zwei verschiedenen Bohrlöchern östlich und westlich des Kraftwerks installiert sind. Bei den Pumpen ist die Steuerung CU300 in den jeweiligen Pumpenkammern installiert. Die Pumpen versorgen lokal geschweißte Tanks mit Wasser, deren Hauptversorgung mit der Schule verbunden ist, so dass sie gleichmäßig entleert werden. Die Stromversorgung wird durch eine Fotozelle gesteuert, die verhindert, dass die Pumpen die Batterie während der Nachtstunden entladen.

PV-Installation für Gesundheitseinrichtung in Loreto Girls’ School Rumbek

Die Gesundheitseinrichtung in Loreto ist die neueste des Kernprogrammes von Loreto Rumbek.

Besonderer Wert in der Gesundheitseinrichtung wird auf

  • Gesundheitsausbildung
  • Förderung der Mutter-Kind-Beziehung
  • Ernährung
  • Identifizierung und Überweisung von Kindern zum Impfen
  • Förderung von sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen

gelegt.

 

Photovoltaikanlage

Die Photovoltaikanlage besteht aus den drei Bereichen:

  • PV-Strom für Innenbeleuchtung und Steckdosen
  • PV-Strom für zwei Kühleinheiten
  • PV-Strom für das Pumpsystem

 

Der PV-Strom für die internen Schaltkreise besteht aus 21 Axitec-Solarmodulen mit 300 Wp, die mit Schletter-Montagematerialien auf dem Dach montiert werden. Das System ist über String-Anschlusskästen mit den Überspannungsschutzgeräten verbunden. Die Kühleinheit besteht aus vier Axitec-Solarmodulen mit 300 Wp und 2 Victron-Gel-Batterien. Der PV-Strom für das Pumpsystem besteht aus 7 Axitec-Solarmodulen mit 300 Wp.

 

Technikraum

In einem der Räume der Gesundheitseinrichtung wurden die Geräte installiert. An der Wand von links nach rechts: Wechselstromverteiler, Victron Multiplus 48/5000/70 – 100 230 Wechselrichter/Ladegerät, Lynx-Gleichstromverteiler (für Wechselrichter- und Solarladegeräte), zwei String-Anschlusskästen, Greenrock DC Combiner Boc (für die AIB-Batterien) und schließlich zwei Victron Blue Solar MPPT 150/85 Laderegler.
controllers

Es gibt 5 Stapel Greenrock AIB Aqueos Ionenaustauschbatterien (Salzwasserbatterien) mit 48V dc und jeweils 2,7 kWh, die an der Ecke hinter der Eingangstür für diesen bestimmten Raum montiert sind. Die Vorteile dieses Batterietyps sind, dass sie umweltfreundlich sin (keine gefährlichen Materialen/Säuren enthalten) und gegen hohe Außentemperaturen beständig sind.

Kühleinheiten

Besteht aus 2 unabhängigen Steca Solar Kühl-/ Gefrierschrank-Sets, vier 300Wp Solar-Paneelen sowie zwei Victron Gel Batterien.
Die Kühlschränke können so unabhängig betrieben werden. Die Kühleinheit wurde für die vorgesehene Verwendung programmiert. Einer ist für den Gefriermodus und der andere für den Kühlmodus gedacht.

 

Pumpsystem

Das Pumpsystem besteht aus der Grundfos IO 101, Grundfos CU 200 und der Überspannungsschutzgeräte. Das Bohrloch, in das die Pumpe abgesenkt wird, befindet sich etwa 25 bis 30 Meter vom Gebäude entfernt. Die Pumpe wurde von lokalen St Peter Claver Studenten gemeinsam mit ihren elektrischen als auch sanitären Ausbildern installiert.

Installation

Die Installation wurde von lokalen Studenten vom St. Peter Claver Ecological Training Centre gemeinsam mit einem Solar-Experten aus Uganda vorgenommen. Die Inbetriebnahme erfolgte im Beisein eines BBM-Technikers vor Ort.

 

https://www.loretorumbek.ie/

Solarstrom für neuen Schlafsaal der Loreto Schule in Rumbek

Loreto Rumbek besteht aus einer Grundschule, einer weiterführenden Schule und einem Gebäude für medizinische Grundversorgung. Die Ersteröffnung der Schule fand im Jahr 2008 statt und bietet Mädchen von 14 bis 20 Jahren den dringend notwendigen Bildungsplatz.

Um vielen Schülern die Chance zur Übernachtung zu geben, wurde ein neuer Schlafsaal errichtet. Das Projekt startete im März 2019 und dauerte bis Dezember 2019.

 

Photovoltaikanlage

Diese besteht aus 15 REC-Solarmodulen mit 295 Wp, die mit Schletter-Montagezubehör und Überspannungsschutzgeräten an diesem Gebäude montiert wurden.

 

Technikraum

Das Equipment wurde an der Wand montiert, um die bestmöglichen Verbindungen zu erzielen.

  • Victron Easysolar Wechselrichter
  • Victron Smartsolar Ladegerät MPPT 250V/100A
  • Zwei Enwitec Boxen mit DC Leistungsschaltern für Batterie, Wechselrichter und Solarladegerät
  • Lithium BYD Batterie

 

Eine Lithium-BYD-Batterie steht auf dem Boden und ist nur am oberen Teil an der Wand befestigt. Die Batterie steht so nah wie möglich neben dem Wechselrichter, um das spezielle Schnittstellenkabel zwischen Wechselrichter und BYD-Batteriesystem für die beste Leistung zu verwenden.
Alle Geräte sind gemäß den Normen und Vorschriften einschließlich Erdung verdrahtet.

 

Instandhaltung

Im Gegensatz zu den Blei-Säure-Batterien haben die Lithium Batterien nicht nur eine weitaus längere Lebensdauer. Es erfordert keine Zugabe von destilliertem Wasser. Der Batteriesatz ist also wartungsfrei.
Einzig der Technikraum Bedarf an Pflege: Neben der obligaten Reinigung gilt es regelmäßig zu überprüfen, ob sich nicht Mäuse, Eidechsen und andere Insekten einnisten und einen enormen Schaden anrichten.

 

Weitere Informationen zu den Loreto-Schwestern finden Sie unter: https://www.loretorumbek.ie/

 

 

Gästehaus der Diözese Rumbek

Übergabe der Sachspenden

45 Bananenschachteln, befüllt mit Sachspenden aller Art von Bettwäsche über Handtücher und Geschirr, verließen im Sommer 2019 per Schiff den Hafen Hamburg Richtung Mombasa in Kenia. Die Bananenschachteln wurden von der MIVA/BBM in einem Sammelcontainer mit technischen Gütern wie Solaranlagen und Wasserpumpen mitgeliefert.

Kurz vor Weihnachten erreichte der Container, nach einer Lastautostrecke von 2100 km und zweiwöchiger Fahrt auf teilweise unbefestigen Straßen, das Gästehaus in Rumbek. Voll Freude und mit großem Dank wurden die Sachspenden an das Team des Gästehauses überreicht.



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