Gästehaus der Diözese Rumbek

Übergabe der Sachspenden

45 Bananenschachteln, befüllt mit Sachspenden aller Art von Bettwäsche über Handtücher und Geschirr, verließen im Sommer 2019 per Schiff den Hafen Hamburg Richtung Mombasa in Kenia. Die Bananenschachteln wurden von der MIVA/BBM in einem Sammelcontainer mit technischen Gütern wie Solaranlagen und Wasserpumpen mitgeliefert.

Kurz vor Weihnachten erreichte der Container, nach einer Lastautostrecke von 2100 km und zweiwöchiger Fahrt auf teilweise unbefestigen Straßen, das Gästehaus in Rumbek. Voll Freude und mit großem Dank wurden die Sachspenden an das Team des Gästehauses überreicht.

St. Daniel Comboni TB Hospital Marial Lou

Hilfe für Krankenstation im Südsudan

Die St. Daniel Comboni TB, Lepra und HIV Krankenstation Marial Lou liegt im Norden des Südsudan im Verwaltungsbezirk Tonj Ost. Das Einzugsgebiet hat in etwa die Größe von Oberösterreich. Es ist die einzige derartige Krankenstation für die dortige Bevölkerung. Der Fokus liegt auf PatientInnen mit hochinfektiöser Tuberkulose, Lepra und HIV. Zusätzlich zur stationären Behandlung werden täglich PatientInnen ambulant behandelt und durch medizinisches Personal in den umliegenden Dörfern nachversorgt. Die Krankenstation verfügt über eine Bettenkapazität von 42.

 

Zu den Aufgaben gehören:
  • Vorsorgliches TB-Screening, Labordiagnose und Einleitung der TB-Medikamententherapie für bestätigte Fälle. 568 TB-Verdächtige wurden 2018 untersucht, was zur Meldung von 102 TB-Patienten führte.
  • Sensibilisierung der Gemeinschaft für TB; im Jahr 2018 wurden 721 Schulungen zugunsten von 36.452 Menschen durchgeführt.
  • HIV-Testung und Beratung aller gemeldeten TB-PatientInnen. Dies führt 2018 zur Identifizierung von 5 Personen, die zusätzlich an einer HIV-Infektion litten.
  • Die Betreuung von TB-Behandlungsunterbrechern, um die Einhaltung der TB-Therapie zu verbessern, sodass die Therapie erfolgreich abgeschlossen werden kann.
  • Hausbesuche mit dem Ziel, die Kontakte eines TB-Patienten zu überprüfen. Dies geschieht, um die TB-Übertragungskette zu mildern, einschließlich der Vermeidung eines Rückfalls von TB.
  • Aufnahme von TB-Patienten auf der Station, die entweder geschwächt sind oder aus fernen Ländern kommen.

 

Die Herausforderungen, mit denen das Kleinspital zu kämpfen hat, sind groß:

Die Gebäude sind in einem sehr schlechten Zustand und stark renovierungsbedürftig. Das Kleinspital hat keine eigene Wasserversorgung, besitzt jedoch einen derzeit aus technischen Gründen unbenutzbaren Bohrbrunnen. Zur Stromversorgung steht ein kleiner Generator zur Verfügung, der jedoch oftmals defekt ist und keine kontinuierliche Energieversorgung gewährleistet. Für die Gesundheitserziehung und Sensibilisierung fehlt ein Projektor, um Videos über Tuberkulose und seine Auswirkungen zu zeigen.

 

Die Prioritätenliste der benötigten Unterstützung:
  • Wasserversorgung mit Solarpumpe wiederherstellen
  • PV-Anlage für Labor und Krankenstationen
  • Beamer für Gesundheitsschulungen
  • In weiterer Folge die Gebäudesanierung der Krankenstationen und des Ambulanzgebäudes

 

Süd-Sudan
Fläche 644.000 km²
(7,5x so groß wie Österreich)
Einwohner 12,5 Mio.
Bevölkerungsdichte 19,45 Einwohner/km²

 

Das St. Daniel Comboni Kleinspital besteht seit 1994 und ist eines von 14 Spitälern von AAA (Arkangelo Ali Association) im Südsudan. AAA engagiert sich für die Stärkung und Verbesserung der Lebensqualität von Menschen in schwer zugänglichen und unterversorgten Gebieten (wie Marial Lou) durch die Bereitstellung kostenloser Gesundheitsdienste, einschließlich TB-Betreuung, TB/HIV- und Leprabehandlung, mit dem Ziel, sie zu einem würdevollen und sozioökonomisch gesunden Leben zu verhelfen. Menschen mit einer dieser Krankheiten werden – neben dem körperlichen Leid – häufig stigmatisiert und aus der Gesellschaft ausgeschlossen.

 

Anzahl der Personen, deren Lebensverhältnisse durch dieses Projekt spürbar verbessert werden:
  • 42 PatientInnen (Bettenkapazität)
  • unmittelbar ca. 1200 Personen (inkl. Ambulanzen, etc.)
  • ca 100.000 Personen im Einzugsbereich des Hospitals

 

Lage des St. Daniel Comboni Hospital Marial Lou:

8°01’57.2″N 29°10’56.6″E

https://goo.gl/maps/Caq2pKb58HozS4UT9

 

Hilfe für Pestspital in Uganda

Das Holy Family Hospital Nyapea liegt im Bezirk Zombo in Uganda und existiert seit über 31 Jahren. Im Auftrag von Eine Welt Kreis wollen wir die Wasser- und Energieversorgung dieses Spitals verbessern.

 

Dieses Spital ist einer der wenigen Orte auf der Welt, wo noch regelmäßig PestpatientInnen in Behandlung sind. Die Pest ist in diesen Breiten noch nicht zur Gänze ausgerottet. Im Spital werden auch viele Kaiserschnitte durchgeführt, da die Frauen in der Region sehr enge Becken haben und es regelmäßig zu Problemen bei der Geburt kommt.

 

Energieversorgung

Aufgrund der ländlichen Lage in der West-Nil-Region Nordugandas ist keine zuverlässige Strom- und Wasserversorgung gegeben. Bisher unterstützt ein kleines einphasiges Solarsystem die Hauptlasten, aber für eine einwandfreie Funktion wäre es dringend notwendig, das System auf einen Dreiphasenbetrieb umzurüsten. Der vorhandene Wechselrichter ist nicht in der Lage Lastspitzen zu versorgen und hat keine Reserven für eine Erhöhung der Lasten. Im Falle eines Ausfalls verfügt das Krankenhaus über keine Ersatzteile oder andere Mittel, um die Funktion der Solaranlage aufrechtzuerhalten. Die vorhandenen Bleibatterien, die sich am Ende ihrer Lebensdauer befinden, müssen so schnell wie möglich ausgetauscht werden. Eine perfekte Alternative für diesen Ersatz sind neuartige Salzwasserbatterien, die sich besser für heiße Klimazonen eignen und deren erwartete Lebensdauer mehr als 10 Jahre beträgt

 

Wasserversorgung

Das vorhandene Bohrloch soll mit einer Solarpumpe betrieben werden, um Betriebskosten zu sparen. Aufgrund von Schwierigkeiten beim Betrieb der Pumpenanlage auf Regierungsgelände war das Krankenhaus gezwungen, die gesamte Ausrüstung umzusiedeln. Ein neues Grundstück wurde gekauft und eingezäunt. Die Ausrüstung soll dort auf einem neuen Gebäude installiert werden, in dem auch der Notstromgenerator untergebracht werden kann. Außerdem dient es als Unterkunft für den Sicherheitsdienst.

Bettenanzahl  139
Belegungsrate  Ø 78%
Personal  123
Ambulante Patienten  19.500 (Sept. 2017-Sept. 2018)

 

 Nyapea

Nyapea

 



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