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November
21

Die nach allen Regeln des energiesparenden Bauens errichtete MIVA-Zentrale, das ChristophorusHaus, wird 15 Jahre alt. Der BBM, der “Beschaffungsbetrieb der MIVA”, ist doppelt so alt, hat also mittlerweile 30 Jahre auf dem Buckel. Aber nicht nur die Mathematik verbindet die beiden. Man kann vielmehr behaupten, dass der BBM der Vater des ChristophorusHauses ist.

 

BBM

Alte Freunde und WeggefährtInnen der MIVA wissen längst, wie das zu verstehen ist. Als MIVA-Geschäftsführer a.D. Franz X. Kumpfmüller mit dem damaligen MIVA-Vorstand den BBM als 100-prozentige Tochterfirma der MIVA ins Leben rief, war bald klar, dass der BBM nicht nur für die Lieferung und Beschaffung von Fahrzeugen und anderen Hilfsgütern zuständig sein würde. Vielmehr sollte er in den Einsatzländern auch technische Hilfe anbieten, und das auf möglichst ökologische Weise.
Da der BBM zudem seine Dienste auch anderen Hilfsorganisationen anbot, kam es sehr bald zu äußerst fruchtbaren Kooperationen mit NGOs und Experten, etwa der Wiener Universität für Bodenkultur. So konnte man komplexe Projekte in Angriff nehmen. Der BBM – allen voran der unermüdliche Techniker Norbert Demmelbauer, der jedes Jahr Wochen und Monate in den Einsatzländern verbringt – konnte auf diese Weise nicht nur Kenntnisse der Ökologie anwenden, sondern auch viel Erfahrung in der konkreten Umsetzung sammeln. Photovoltaik-Anlagen, Heißwasser aus Sonnenenergie, Pflanzenkläranlagen oder Brauchwassernutzung gehörten bald zum Repertoire des BBM.

 

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Als die finale Entscheidung, das ChristophorusHaus  zu bauen, gefallen war und Franz X. Kumpfmüller als Bauherr mit Architekten und Gewerken an die minutiöse Planung des Projekts ging, war von Anfang an klar, dass das Haus in Stadl-Paura nicht hinter den ökologischen Standard der BBM-Projekte zurückstehen sollte. Im Gegenteil: Es sollte ein Gebäude nach allen damals bekannten Standards des ökologischen Bauens werden. Ein Vorzeigeprojekt, das nicht nur seinen Zweck erfüllen, sondern auch als gutes Beispiel vorangehen sollte.

Darum das Passivhaus, das den Großteil der Energie, die es verbraucht, selbst erzeugt, darum die Erdwärme, die Holzbauweise, das Grauwassersystem, die Pflanzenkläranlage und die vielen kleinen und großen Einzelmaßnahmen, die das Haus tatsächlich zu einem “höchst aktiven Passivhaus” machen. Das ambitionierte Projekt, für das im Übrigen kein einziger Euro aus Spendengeldern aufgewendet wurde, erhielt zahlreiche Preise und wurde als “Best-LIFE Project” der Europäischen Union ausgezeichnet.

 

Ökologie

Das ChristophorusHaus wird noch immer regelmäßig von zahlreichen Interessierten besucht. Auch 15 Jahre nach der Fertigstellung gilt es in vielen Bereichen als bahnbrechend. Besonders erfreulich ist dabei, dass das Haus eben nicht nur ein ökologisches Vorzeigeprojekt ist. Sondern sich täglich als angenehmer, wohltemperierter und funktioneller Arbeitsplatz bewährt.

Seit der Gründung des BBM und der Errichtung des ChristophorusHauses ist die Dringlichkeit einer konsequenten Schonung der Schöpfung noch größer geworden. Mit beidem hat die MIVA Weitblick bewiesen.

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