Sustainable development goals

January
25

Der BBM und die nachhaltige Entwicklung

 

Wenn die Vereinten Nationen – also die Organisation, die die Länder der Erde an den Verhandlungstisch bringt – für die ganze Welt gültige Ziele formulieren, dann sind diese in der Regel gut durchdacht und ausgiebig diskutiert. In den Fragen, die alle Menschen gemeinsam betreffen, weil sie alle denselben Planeten bewohnen, bieten ausformulierte Ziele eine wichtige Orientierung für die Regierungen, die sie umsetzen sollen – aber auch für die Nichtregierungsorganisationen, die sie als Richtschnur ihres
Handelns verwenden.

 

Am 1. Jänner 2016 traten die „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ (Sustainable Development Goals, SDG) in Kraft. Auf 15 Jahre sind sie anberaumt; nicht weniger als 17 Bereiche decken sie ab. Manches klingt schon in der Überschrift sehr ambitioniert, etwa wenn für das Ende dieses überschaubaren Zeitraums „no poverty“ (keine Armut) und „zero hunger“ (null Hunger) in Aussicht gestellt wird. Aber alles spricht dafür, sich angesichts großer Herausforderungen auch große Ziele zu setzen.

 

Der Beschaffungsbetrieb der MIVA (BBM) setzt sich direkt für die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele ein. Er hat dabei nicht auf die UN-Zielformulierung gewartet, sondern verwirklicht schon seit 1995 technische Projekte in ländlichen Gegenden Afrikas. Dabei geht es um die Versorgung der Menschen mit Wasser und Energie sowie die bessere Ausstattung von Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen. Von Anfang an hat der BBM dabei auf Nachhaltigkeit geachtet und für einen schonenden Umgang mit Natur und Klima Sorge getragen. Unter den 17 Entwicklungszielen der UN sind für den BBM vier von zentraler Bedeutung:

 

3: Gesundes Leben sicherstellen und das Wohlergehen für alle Menschen in jedem Alter fördern

 

6: Verfügbarkeit und nachhaltiges Management von Wasser und sanitären
Einrichtungen sowie Abwassersystemen sichern

 

7: Zugang zu leistbarer, zuverlässiger, nachhaltiger und moderner
Energie für alle sichern

 

13: Vordringliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und
seiner Auswirkungen ergreifen

 

Krankenhaus St. Kizito, seit 1998


Eines der ersten Projekte des BBM in Uganda war die Wäscherei im
St. Kizito Hospital von Matany, im Nordosten Ugandas. Eine Ebola-Epidemie in den Jahren 2000 und 2001 zeigte auf, dass die Hygiene-Standards des Krankenhauses dringend verbessert werden mussten. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Wäscherei. In Matany wurde – so wie heute noch in einigen Spitälern des Landes – die Spitalswäsche per Hand und teilweise mit kaltem Wasser erledigt. Das tötet Bakterien nicht ab; die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern ist groß. Der BBM installierte eine Solaranlage, die die Wäscherei mit Heißwasser versorgte. Eine Trennwand – Waschmaschine, die in einem Raum beladen und im anderen entladen wird, sorgt nun für die nötige Hygiene. Ebola ist seit geraumer Zeit kein Thema mehr. Allerdings ist die Waschmaschine mittlerweile in die Jahre gekommen. Nach vielen Reparaturen ist sie immer noch in Betrieb. Bedingt durch das hohe Alter der Maschine steigen die Betriebskosten, sodass an eine Neuanschaffung gedacht wird.

 

St. Kizito ist über die Jahre ein wichtiger Projektpartner des BBM geblieben. Auch die Wasserversorgung und die Abwasserbehandlung wurden modernisiert. Wassertanks, Rohrsysteme, Pumpen, neue Toiletten und eine zentrale Pflanzenkläranlage ermöglichen das Recycling von Abwasser und haben die Belastung des Grundwassers deutlich reduziert.

 

 

Comments are closed.