Uganda-Karte

September
17

UGANDA

BEWUSSTSEINSBILDUNG DURCH ENERGIEMONITORING

Zwei Freiwillige (Studenten) haben unter Aufsicht des BBM digitale Stromzähler in acht katholischen Spitälern in Uganda eingebaut. Deren Auswertung hilft den Krankenhäusern Strom zu sparen und zeigt die Sinnhaftigkeit (Rentabilität) von bestehenden wie geplanten Solarstromanlagen.

In die verbauten Stromzähler integrierten die BBM-Techniker einen Datenspeicher, der den Stromverbrauch aufzeichnet. Finanzier der digitalen Stromzähler ist die DKA (Dreikönigsaktion). Ziel des Projektes war es den Technikern der Spitäler eine Möglichkeit zu bieten ihre elektrischen Systeme zu überwachen und bei Bedarf etwaige Probleme frühzeitig erkennen und korrigieren zu können. In einigen Spitälern benutzte man bereits zu einem früheren Zeitpunkt ein solches Energie-Monitoringsystem. Dadurch wurde ein Vergleich mit den Daten aus den vergangenen Jahren ermöglicht.
Zusätzlich fanden Befragungen des Personals vor Ort statt. Ziel war es, dadurch den zukünftigen Energieverbrauch zu eruieren. Aus den gewonnenen Informationen über den aktuellen Energiebedarf und der geplanten zukünftigen Entwicklung, errechnete der BBM ein Lastprofil. Basis dazu bildeten die strategischen Entwicklungspläne der nächsten fünf Jahre. Ziel des Projektes war es zum einen, mehr Bewusstsein für den tatsächlichen Stromverbrauch zu schaffen und Einsparungspotentiale zu finden. Zum anderen, die Investitionskosten für eine teilweise oder vollständige Stromversorgung mittels Photovoltaik (PV) zu ermitteln. Die Ergebnisse dieser Studie übergab der BBM den Krankenhäusern und deren Dachverband, um auf gefundene Einsparungspotentiale reagieren zu können, sowie um potentielle Geldgeber von der Sinnhaftigkeit neuer Investitionen in diesem Bereich zu überzeugen.

FACTS ZUM PROJEKT:
  • Projektpartner:
    8 Spitäler in Uganda
    Bsp.: St. Joseph Hospital Kitgum
  • Spender:
    DKA (Dreikönigsaktion)
  • Implementierungsort:
    Kitgum, Uganda
  • Projektzeitrahmen:
    02/2018 – 12/2018

St. Joseph’s Hospital Kitgum, Uganda

Beispiel:
St. Joseph’s Hospital in Kitgum

Im Lastprofil des St. Joseph’s Hospital in Kitgum ist zu sehen, dass bereits etwa 25 % des gesamten Strombedarfs (orange Fläche im Diagramm) durch die 2017 installierte PV-Anlage gedeckt werden. Die übrigen ca. 75 % (graue Fläche im Diagramm) werden – abhängig von der Verfügbarkeit – vom Stromnetz oder einem Dieselgenerator bereitgestellt. Ein weiteres Ergebnis der Studie war, dass es ein relativ großes Einsparungspotential durch das Abschalten von nicht benötigten Geräten, sowie durch den Tausch von traditionellen Leuchtmitteln auf sparsame LED-Leuchten gibt. Dies gilt besonders in den Abend- und Nachtstunden, wo keine Solarenergie zur Reduktion des Strombedarfs aus Netz oder Diesel-Generator zur Verfügung steht. Es wurde zudem ermittelt, welche zusätzliche Solarleistung nötig wäre, um in Zukunft den Strombedarf des Krankenhauses tagsüber möglichst vollständig durch Solarstrom zu decken. Die Installation einer weiteren PV-Anlage mit 25 kWp wird voraussichtlich bereits 2019 bis 2020 durchgeführt werden. Der Solarstrom wird dann laut dieser Berechnung etwa 40 % des zukünftigen Strombedarfs decken können.

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