St. Francis Krankenhaus - Marial Lou

August
12

Vorbereitungen:

Das St. Francis Krankenhaus in Marial Lou ist das größte in dieser Region. Das Krankenhaus hat sich von einem Notfall-Krankenhaus zu einem permanenten Krankenhaus für die umgebenen Gemeinden verwandelt. Aber auch die Nummer der Patienten ist über die letzten Jahre konstant gestiegen.

Die ausgehändigten Strukturen von „Ärzte ohne Grenzen“ sind nicht- oder halb-permanente Bauten. Die Lebenserwartung von solchen Strukturen liegt normalerweise zwischen 3 und 15 Jahren. In diesem Zeitraum müssen alle Gebäude renoviert oder erneuert werden.

Der existierende Operationssaal ist ein nicht-permanentes Gebäude, in welchem Lehmziegel für die Wände, ungeeignete Böden, Decken und Dach-Bauten verwendet werden. Geöffnete Fenster sind das einzige Lüftungssystem. Mit dieser Situation ist es nicht möglich die mindest-Hygienestandards zu erfüllen.

 

Vorgestellte Technologie für den neuen Operationssaal:

Der neue Operationssaal ist nach internationalen Hygienestandards – und normen geplant. Die größten technischen Aspekte sind:

 

Patienten-Handhabungs-Kreislauf:

Es gibt einen abgetrennten Patienten-Handhabungs-Kreislauf, welcher

  • die Vorbereitung des Patienten (Vor-Operation),
  • die richtige Operation in dem Operationsaal zulässt
  • sowie die Zeit in der Intensivstation (Nachoperation)
  • und zum Schluss die Verlegung auf die Krankenstation über den Ausgangsraum.

 

Angestellten-Kreislauf:

  • Separater Eingang für Angestellte
  • Duschen und Waschbecken
  • Mitarbeiterraum
  • Übergangsraum
  • und separater Eingang in den Operationssaal

 

Ausrüstungs- / Material-Kreislauf:

  • Inkl. Spülung der Instrumente
  • Übergangsraum
  • Sterilisations-Raum

 

Hohe Qualitäts-Baustandards:

Das Gebäude hat grundsätzlich zwei verschiedene Bereiche. Einer ist das Zentrum mit Klimaanlage und alle anderen Räume sind mit natürlicher Belüftung. Die Wände sind mit gebrannten Lehmziegeln (Ugandischer Lehm) von der Außenhitze isoliert. Die kalten Teile des Gebäudes bleiben durch Doppelwände kalt gehalten. Alle Böden sind mit speziellen Bodenfliesen und alle Wände mit speziellen Wandfliesen. Die Innenhöhe des Operationsaal ist die Standardhöhe 3m, damit noch Platz für spezielle Geräte und Kopflampen ist.

 

Dach – teilweise Flachdach:

Das Flachdach bedeckt die höheren Teile startend bei dem Vorbereitungsraum bis zum Ausgangsraum:
Alle Hilfsräume sind mit einem qualitativen Wellblech bedeckt. Photovoltaik-Paneele bedecken das Flachdach vollständig, damit sie genug Energie an die Kühlgeräte liefern können, und auch an das Operationsaal Batteriesystem.

 

Türen und Fenster:

  • sind von Europa
  • perfektes Verschließen
  • gute Luftdichtheit

 

Operationssaal-Belüftungssystem:

  • Europäische Lüftungssysteme für den Operationssaal.
    Der Luftdruck innerhalb der Operationssäle wird kontrolliert und Überdruck verhindert.
  • Eintritt von Staub von außen.

 

Photovoltaik System:

Der vorgeschlagene Operationssaal ist völlig selbstständig, es wird kein Generator oder ein anderer Stromgenerator, abseits von den Solar-Reihen, gebraucht. Das System besteht aus 14400 WP Solarfeldern, die 3 interaktive Netzwechselrichter versorgen. Für größere Solarsysteme, die Klimaanlagen versorgen, ist er besser den Solarstrom direkt in Belüftung (Air-Conditioning=AC) umzuwandeln. Deshalb werden diese Systeme „AC-Systeme“ genannt.AC Systeme haben eine höher Energie-Effizients im Vergleich zu anderen Systemen. Der Netzwechselrichter wandelt die Solarenergie direkt in AC um. Die übrige Energie, welche nicht von Klimaanlagen verwendet wird, wird für das Aufladen der Batterien verwendet.

 

Kühlgeräte:

Die Operationszeit in dem Operationssaal beruht auf den geplanten und den ungeplanten Operation im Krankenhaus. Theoretisch kann die elektrische Energie nur während Sonnenschein verwendet werden, meistens zwischen 8 Uhr früh und 5 Uhr Abends. Während dieser Zeit kann die elektrische Energie direkt verwendet werden (Licht, Lüftung, OP-Ausrüstung, Kühlkompressoren etc.) oder es wird in Batterien aufbewahrt. Das Kühlen beansprucht normalerweise sehr viel Strom, deshalb wird in diesem Konzept die Kühlenergie als kaltes Wasser in einem 5000 l Wassertank unter dem Boden des Operationsgebäudes aufbewahrt. Nachtoperationen können ohne den Gebrauch von elektrischem Strom für Kühlkompressoren /Belüftung gemacht werden.

 

Licht:

Flimmerfreies Licht ist für alle Räume geplant (energiesparend)

 

Elektronische Schutz-Schaltkreise:

  • Basierend auf internationalen Standards
  • Strom wird nur von Solaranlagen benutzt
  • Überschussstrom kann am Tag für Instrumentensterilisation verwendet werden

 

Wasser und Abwasser:

  • Waschbecken und Ventile sind aus Edelstahl gemacht
  • Das Wasser ist an der Wasserversorgung des Krankenhauses angeschlossen
  • Abwasser ist mit dem Abwasserkanal des Krankenhauses verbunden

 

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