Trocken-Trenntoiletten außen

Urine Diversion Dry Toilet (UDDT)

Einleitung

Die Urine Diversion Dry Toilet (UDDT) ist eine spezielle Art der Komposttoilette, speziell entworfen für Regionen, wo Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen knapp ist. Die meisten der vorhandenen Toilettensystemen (Plumpsklos) sind ein Gesundheitsrisiko. Nicht nur für die Nutzer, sondern auch für die Menschen in ihrem Umfeld. Plumpsklos, die nicht versiegelt sind, bringen eine Mischung aus Urin und Fäkalien direkt in das Grundwasser, von wo andere ihr Trinkwasser bekommen. Die UDDT ist eine Option, mit der die Verunreinigung des Trinkwassers vermieden wird.

 

Funktion

Eine UDDT ist ein wasserloses Trenntoilettensystem. Das heißt es wird KEIN WASSER zum Spülen der Toiletten benötigt.

Trennung, weil Urin und Fäkalien schon im Deckel getrenntwerden.

Trocken, weil Zusatzstoffe (Asche, Sägespänne) den Trockenprozess beschleunigen.

Eine Kammer unter dem Toilettendeckel wird gebraucht, um einen Sammeleimer für Fäkalien und einen Kanister für den Urin aufzubewahren. Diese Kammer ist hinter der Toilettenhalterung erreichbar für die Wartung und den Betrieb.

Eine gute Lüftung ist ein anderer wichtiger Punkt für UDDT’s. Die Lüftung ist eine große Röhre (schwarz angemalt), welche von der Kammer über das Dach führt (Kamineffekt: Röhre erwärmt sich durch die Sonne, Luft steigt an). Wenn die Lüftung nicht gesichert ist, werden Insekten und Fliegen von dem Geruch angezogen.

Alle UDDT’s sollten mit Urinalen (für Männer) hinsichtlich der Hygiene und Funktion des Systems ausgestattet sein.

Es sollte kein Wasser in die Hinteröffnung eindringen!

Der Eimer ist ca. nach 6 Monaten voll. Das heißt, dass ein anderer Prozess startet. Ein leerer Eimer wird darunter platziert, währenddessen trocknet der andere für 6 Monate. Nach 6 Monaten muss das trockene Material zum Kompostieren verarbeitet werden. Die leeren Eimer sollen die vollen ersetzen. Der Prozess startet von neuem, zusätzlich wird ein Kompostplatz gebraucht.

 

Key Facts
  • Lösung für Haushälter, Gemeinden, soziale Einrichtungen oder öffentlichen Gebäuden
  • Zusatzstoffe müssen genug sein (z.B. Asche von der Küche)
  • Wartung und Betrieb (leeren von Eimer und Kanister, putzen der Toiletten)
  • Bewusstseinsförderung muss zur Verfügung gestellt werden für neue Nutzer => Händeln der Fäkalien!

 

Vorteile

+  keine Verschmutzung des Trinkwassers

+  Errichtung mit lokalen Materialien

+  Kein Wasser für Spülen der Toilette

+  Dünger für Pflanzen von gesammelten Urin

+  Ausreichend für kleine Umfelder (z. B. Haushälter) bis zu größeren Anwendungen (z. B. Personalhäuser bei Krankenhäusern und Internatsschulen)

 

Herausforderungen
  • kulturelle Probleme mit Umgang von Fäkalien
  • Training für Nutzer ist erforderlich
  • System ist so gut wie ihr Benutzer