Ökologische Sanierungen am Beispiel des St. Luke Hospital

Für 180.000 Menschen ist das St. Luke Hospital in Angal im Nordwesten Ugandas der einzige Ort, wo qualifizierte ärztliche Betreuung möglich ist, wobei etwa 50.000 Patienten, davon über 15.000 stationär versorgt werden. Aber die Infrastruktur des Krankenhauses ist in die Jahre gekommen. Die Einnahmen des „Community Hospitals“ reichen kaum zur Deckung der laufenden Kosten für Gehälter, Stromversorgung, etc.

Um die Qualität der medizinischen Versorgung sicherzustellen war eine Sanierung von Teilbereichen des Krankenhauses unumgänglich – durchgeführt vom BBM als Generalunternehmer. Die Sanierung erfolgte dabei innerhalb von 2 Jahren (2015-2016) in den folgenden Bereichen:

  • Stromversorgung:
    • Training der Belegschaft unter Einbindung anderer Krankenhäuser (best-practise approach)
    • Erneuerung der Stromversorgung & Verteilung
  • Wasserversorgung:
    • Beschaffung und Installation eines 50m³ Panel-Tank als Ergänzung zu den in die Jahre gekommenen alten Wassertank
  • Abwasser-Management:
    • Sanierung der Abwasserbehandlung mit mehreren Pre-Treatment Units und einer Pflanzenkläranlage (anstelle der alten Lagune)
    • Storm-Water Management
  • Abfall-Management:
    • Einführung einer Mülltrennung
    • Erneuerung der Mülleimer
    • Training der Belegschaft unter Einbindung anderer Krankenhäuser (best-practise approach)

 

Ökologische Sanierungen des BBMs:

Der BBM implementiert seit 1995 mit Spendengeldern von Geberorganisationen ökologische Sanierungen von Krankenhäusern in Ostafrika. Kernbereiche sind eine ökologische Energieversorgung, Trinkwasserversorgung sowie das Abwasser- und Abfall Management. Bei der Implementierung der Projekte steht der Mensch im Mittelpunkt. Es werden gemeinsam, auf Augenhöhe mit dem Projektpartner und den sonstigen involvierten Parteien (z.B. den umliegenden Gemeinden), die Projektziele festgelegt und umgesetzt. Eine wichtige Komponente der Umstrukturierung ist die Weitergabe von Know-How an die lokalen Techniker mittels Workshops, bei welchem auch Experten aus angrenzenden Krankenhäusern eingeladen  werden. Dies ermöglicht einen technischen Best-Practise Austausch innerhalb Afrikas und eine Stärkung des lokalen Know-Hows. Weiteres wird neben der Verbesserung der Gesundheitsversorgung auch der ökologische Gedanke gelebt und weitergetragen.

 



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